Der Naturhistorische Verein Hönnetal e.V. stellt den Hönnetalradweg als “Panoramaradweg” auf einem Ständerwerk über der Bahntrasse zur Diskussion. Der Hönnetalradweg wird als bundesstraßenbegleitender Radweg bekanntlich zu 100 % vom Bund finanziert, ohne kommunale Haushalte zu belasten. Für den “Auf- und Abstieg” (Höhendifferenz ca,. 10 m) finden sich in Sanssouci und Lendringsen optimale Standorte (siehe Skizze Sanssouci, mit langer Rampe). Dazwischen liegt die Trasse durchgängig auf einem Höhenniveau. Umstiegsmöglichkeiten zur Bahn in Binolen und Klusenstein.

Ein wesentlicher Vorteil der vorgeschlagenen Lösung ist, dass hier nur mit einem Grundeigen­tümer – der Bahn – zu verhandeln ist. Die Bahntrasse bietet die kürzeste und somit schnellste Radverbindung durch das Hönnetal. Sie ist – anders als der umgebende Bereich des mittleren Hönnetals – ökologisch unbedenklich. Der Radweg über der Bahntrasse erlaubt auch in Zukunft einen sicheren und problemlosen Bahnbetrieb.

 

Mit dieser Variante könnte eine durchgehende Trasse von Sanssouci bis Oberrödinghausen auf einem Niveau 10 -12 Meter über  der Hönne geschaffen werden, die fantastische Aussichten liefert.  Die Anbindung des Panoramaradwegs in Richtung Felsenmeer und Sauerland­park wäre problemlos möglich, in Richtung Hemer würde sich sogar ein Höhen­gewinn ergeben. Der vorgeschlagene Panoramaradweg würde sich harmonisch in die Sichtperspek­tiven im Hönnetal einfügen und die Funktion als bundes­straßen­begleiten­der Radweg optimal erfüllen. Dies wäre eine Attraktion, die das gesamte Hönnetal aufwertet.

Die Bahn verschließt sich einem solchen Anliegen nicht grundsätzlich (siehe Schriftwechsel mit dem Büro des Konzernbeauftragten der Bahn für NRW, Herrn Lübberink und der Netz AG). Ob sich die Lösung aufgrund der einheitlichen, leichten Trägerkonstruktion in U- oder L-Form entlang des Bahnkörpers wirtschaftlicher darstellt als andere Varianten, wäre ingenieurseitig zu klären. Überwege und Brücken in der Querrichtung sind bei der Bahn gang und gäbe; sie stellen somit in Längsrichtung kein grundsätzliches Problem dar. Die beiden Tunnel Binolener Tunnel und Uhutunnel müssten umgangen werden; hierfür bietet der neue Radweg um den Gardasee  Anregungen und konstruktive Lösungen.

Der “Panoramaradweg” durch das Hönnetal wurde den Bürgermeistern der fünf Hönnestädte bereits vorgestellt. Da alle anderen Trassenführungen im Hönnetal aus ökologischen aber auch technischen Gründen auf erhebliche Probleme stoßen, welche die Realisierung erschweren, wenn nicht gar ausschließen, sollte die Verwaltung diese ungewöhnliche Variante mit ihrer starken positiven Außenwirkung für das gesamte Hönnetal deshalb konstruktiv prüfen.